Trinkst Du Alkohol zur Beruhigung? Dann solltest Du das hier wissen

Veröffentlicht am

Du quälst Dich aus dem Bett, bevor die Sonne aufgeht, machst Frühstück, packst Brotdosen, weckst die Kinder. Ab zur Arbeit, Verantwortung übernehmen, souverän bleiben, stark sein. Schon so spät? Kinder abholen, Haushalt schmeißen. Irgendwo dazwischen führst Du noch ‘ne Partnerschaft und kümmerst Dich um Deine Eltern. Dein Leben fühlt sich an wie ein einziges Jonglieren, Umdisponieren und Für-andere-da-sein. “Ich will diesen ganzen Stress dann einfach von mir abfallen lassen, Nathalie. Die ganze Anstrengung einfach mal vergessen”, lese ich oft. Da scheint Alkohol eine einfache Lösung zu sein. Aber ja, Du ahnst es schon: Ist es natürlich nicht.

(mehr …)

#11 Wie Du zum Abstinenzprofi wirst – mit Patrick Schönemann

Veröffentlicht am

In dieser Folge spreche ich mit Patrick Schönemann darüber, wie Du zum Abstinenzprofi wirst. Du erfährst also, was Du kurz- und langfristig tun kannst, um nüchtern zu bleiben.

Paul Churchills Podcast “Recovery Elevator” findest Du hier.

Marie Forleos Podcastfolge mit Steven Pressfield findest Du hier.

Das entsprechend Buch von Steven Pressfield – “The War of Art” – findest Du hier (Affiliate-Link).

Die scharfen Himbeerbonbons findest Du hier (Affiliate-Link).

Meinen Einsteigerkurs “Die ersten 30 Tage ohne Alkohol mit Nathalie” findest Du hier.

Den Folgekurs “Abstinenz stabilisieren” findest Du hier.

Danke an meinen Vater für die Musik, an Katja Reister für die Redigatur, an Viktoriya Zayika fürs Foto und an Sebastian Sonnewend fürs Cover-Design.

Darum bezeichne ich mich nicht als Alkoholikerin

Veröffentlicht am

ich war rund zwei Wochen nüchtern, als ich den Satz sagte, der mir seit Monaten Angst einjagte: “Mein Name ist Nathalie und ich bin Alkoholikerin.” Jetzt saß ich mit zwölf Fremden an einem ovalen Holztisch und starrte auf die AA-Kerze in der Mitte. Das ganze Meeting über hatte ich mir schon zurechtgelegt, was ich nach diesem Satz erzählen würde: Totalabstürze, One-Night-Stands mit zwielichtigen Typen, Hämatome an den Beinen, Selbsthass im Bauch. In meinem Kopf war alles parat, aber ich hatte die Wucht unterschätzt, die dieser Satz hat. Als ich ihn aussprach, brach er über mich herein. Dann brach es aus mir heraus. Ich fing an zu weinen und konnte nicht aufhören. Minutenlang.

(mehr …)

Abstinenz ist die wahre Rebellion

Veröffentlicht am

Vergangene Woche habe ich Connor auf Instagram porträtiert. Er war gerade mal Anfang 20, als ihn die Alkoholsucht mit voller Härte packte. Vieles kam da zusammen bei ihm, wie immer. Es gibt nicht den einen Grund, aus dem wir süchtig werden. Aber manchmal gibt es ein Leitmotiv. Bei Connor war es die Rebellion.

Er fing an zu trinken, weil ihm unsere Gesellschaft nicht passt. Ihre Regeln und Ansprüche brachten ihn damals schon auf die Barrikaden. Connor suchte nach einem Weg, sein Anderssein auszudrücken und landete beim Alkohol. Ausgerechnet. Über 96 Prozent der Erwachsenen in Deutschland trinken. All die Spießer, von denen er sich abgrenzen wollte, trinken. Connor konsumierte ihre Droge – und hatte dennoch das Gefühl, Widerstand zu leisten. Weiter entfernt von seinem Ziel hätte er kaum sein können.

(mehr …)

Warum ich mich dem Hype um die Doku “Alkohol – Der globale Rausch” nicht anschließen kann

Veröffentlicht am

Vor ein paar Tagen hatte Andreas Pichlers neue Doku TV-Premiere. Ich durfte Arte dabei Unterstützen, Aufmerksamkeit darauf zu lenken. Ich habe das gern gemacht. Pichler arbeitet hervorragend heraus, warum Alkohol uns so schadet – sowohl uns als Individuum als auch uns als Gesellschaft. Er erklärt, warum die Alkoholindustrie dennoch einen unfassbaren Umsatz von rund 1,2 Billionen Euro pro Jahr machen kann. Er seziert das System aus skrupellosem Marketing, Nutznießern, Pseudoprävention und effektivster Lobbyarbeit. Und auch eine Lösung bleibt Pichler nicht schuldig. Zum Ende seines Films hin präsentiert er Ansätze, mit denen Gesellschaften sich dagegen wehren könn(t)en. Brillantes journalistisches Handwerk. Aber…

(mehr …)