Newsletter 23. Februar 2026

Chris: "Alkohol stresst den Körper massivst"

Wenn man schwarz auf weiß sieht, was Alkohol im Körper anrichtet, ist es den Preis einfach nicht wert

Das sagt Recovery Performance und Schlafcoach Chris Surel in meiner aktuellen Podcastfolge darüber, welche Auswirkungen es auf seine Klienten hat, wenn sie ihre Vitaldaten mit Wearables tracken. Also wenn sie Fitnessarmbänder, Smartwatches oder Ringe tragen, die Informationen über Schlafqualität, Herzfrequenz oder Herzfrequenzvariabilität liefern. Was sich hinter dem letzten Begriff verbirgt, erklärt Chris so:


Chris

Es gibt ja die Herzfrequenz, also: Wie oft schlägt das Herz? Und dann gibt es die Herzfrequenzvariabilität. Wenn unser Herz ein Auto wäre, dann ist diese Variabilität eine Kombination aus Bremspedal und Gaspedal. Das heißt, sie sagt aus, wie adaptiv und spritzig unser Nervensystem darin ist, vom Stressmodus runter in den Erholungsmodus zu schalten und vom Erholungsmodus wieder in den Stressmodus. Und je besser das funktioniert, desto gesünder ist unser Nervensystem. Und wenn man das jetzt misst, dann sieht man, wie schon mit einem kleinen Glas Alkohol diese Herzfrequenzvariabilität sofort um 30-40% abrauscht. Das zeigt eben, wie gestresst der Körper die ganze Nacht ist, wenn selbst geringe Mengen Alkohol im System sind. Der Körper muss einfach dieses Nervengift erst mal verarbeiten, verstoffwechseln und dann loswerden. Das ist etwas, was den ganzen Körper massivst stresst.

Und wenn man regelmäßig sieht, dass Alkohol all das sabotiert, was man über Schlaftipps, über Ernährungsverbesserungen und über Sport verbessern möchte, dann merkt man irgendwann: Das Verhältnis stimmt ja gar nicht. [...] Dann fragt man sich: Muss es wirklich jeden Abend sein? Oder reicht es nicht auch nur am Wochenende? Muss es wirklich jedes Wochenende sein? Oder vielleicht nur, wenn man mal ausgeht? Und so kommen die Menschen üblicherweise von selbst drauf, sich irgendwann zu sagen: Eigentlich kann ich es auch ganz lassen.

Chris Surel


Die Podcastfolge mit Chris kannst Du Dir hier anhören.

Und falls Du Deine Vitaldaten trackst und nüchtern lebst oder das gerade versuchst: Vielleicht hast Du noch Lust, bei meiner aktuellen Studie mitzumachen. Ich untersuche im Zuge meiner Doktorarbeit, inwieweit zum Beispiel Herzfrequenzvariablität, Bewegungszeit oder Blutsauerstoffgehalt Cravings voraussagen können. Also das plötzlich auftretende Verlangen, Alkohol zu trinken. Selbstverständlich werden alle Daten der Teilnehmenden anonymisiert. Wenn Du mitmachen möchtest: Hier findest Du alle Infos zu Ablauf und Teilnahme.