26.12.2020

Claudia: “Ich wollte nicht mehr peinlich sein.”

Hoffentlich geht es Dir gut an diesem seltsamen Weihnachten. Ich sende Dir eine feste Umarmung und neue Antworten auf die Frage:

Warum wolltest Du aufhören zu trinken?

Janna
Auch wenn es mehr aus einer Laune heraus anfing, weiß ich heute, dass ich aufhören wollte zu trinken, um mein Leben nicht vollkommen an die Wand zu fahren. Um nicht ständig neue Dramen zu inszenieren, weil der Alkohol meine Sicht auf die Welt, die anderen und auf mich verzerrte. Um mich mal wirklich zu spüren, meine Wünsche und Bedürfnisse wahrzunehmen und mich zu trauen, sie auch so wichtig zu nehmen, dass sie nun langsam an erster Stelle kommen. Aus Angst, dass meine Depression immer schlimmer wird und ich es nie schaffen werde, ein glückliches und zufriedenes Leben zu führen. Und weil ich gemerkt habe, dass es meinem Körper langsam reicht, ständig so viel Gift reingeschüttet zu bekommen. Mein Körper und meine Seele haben nicht verstanden, warum ich sie so hasse und ihnen fast jeden Tag etwas verabreiche, was sie schwächt und kaputt macht und irgendwann hat es ihnen gereicht. Nun bin ich froh, dass sie rebelliert haben. Und ich weiß, egal, was noch kommen wird, ich schaffe es, weil ich nüchtern bin.

Julia
Nur so kann ich auch für meine Familie, meinen Mann und meine Tochter richtig da sein, voll und ganz und nicht halb abwesend und dabei reizbar. Alles fällt leichter.

Daniel
In den letzten drei bis vier Jahren sind meine Abstürze auf Veranstaltungen, wo Alkohol getrunken wurde, immer heftiger und häufiger geworden. Ich war immer öfter der Einzige, der nicht mit dem Alkohol umgehen konnte. In dieser Zeit hab ich dann schon versucht, weniger zu trinken, was aber immer nur eine kurze Zeit geklappt hat. Im letzten Jahr habe ich dann angefangen, auch am Wochenende alleine zu Hause Alkohol zu trinken. Was das Ganze nur noch schlimmer gemacht hat. Es ging mir immer schlechter, ich habe mich immer seltener bei meinen Freunden gemeldet und habe mich öfter auf Arbeit krankgemeldet. Durch deinen Podcast habe ich dann rausgefunden, dass ich ein Alkoholproblem habe und hab mich in vielen Punkten wiedergefunden und endlich verstanden gefühlt. Ich hatte keine Lust mehr auf die verkaterten Wochenenden, schlaflosen Nächte, das Schamgefühl, die Antriebslosigkeit, meine Unsicherheit und die Einsamkeit. Ich wollte wieder Spaß an meinem Leben haben, Freunde treffen, Sport machen können, wieder Zeit und Energie für wichtige Dinge haben.

Claudia
Ich wollte aufhören zu trinken, weil ich schon lange wusste, dass ich ein Problem mit dem Trinken habe, ich abhängig bin. Ich wollte die Sucht nicht mehr spüren. Nicht noch mal extra einkaufen zu müssen, weil “etwas fehlt”, nur um mir dann noch eine Flasche Wein kaufen zu können. Ich wollte für meinen Sohn (13 Jahre) ein Vorbild sein und meiner Tochter, obwohl schon 19 Jahre, auch noch. Ich wollte nicht mehr peinlich sein – torkelnd, lallend. Nicht mehr grantig sein. Ich wollte keine Sachen mehr vergessen. Ich wollte schlafen können und morgens fit sein.

Susanne
Das hat so viele Gründe, dass ich nicht weiß, wo ich anfangen soll. Hier die wichtigsten: Ich habe ungefähr 5 von 7 Tagen abends meist Wein oder Bier getrunken. Jeden Morgen hatte ich ein riesiges schlechtes Gewissen und den gesamten Tag habe ich mich mit meinen Beschimpfungen und Versprechungen, nie wieder zu trinken, auseinandersetzen müssen, bis ich das abends mit weiterem Alkohol durchbrochen habe. Das war so raumfüllend und schrecklich, dass ich zu nicht viel weiteren Gedanken kam.
Seit einigen Wochen hatte ich lautes Herzklopfen und Magenschmerzen.
Ich habe mich vor mir selbst so sehr geschämt. Meistens hatte ich die Alkoholmenge im Griff, aber gerade bei besonderen Anlässen, bei denen ich aus Aufregung nicht viel gegessen hatte, kam es zu Blackouts mit Folgen wie: Verletzungen, Männer im Bett, die man da gar nicht haben will. Ich hatte an den Tagen nach besonders großen Alkoholmengen schlimme Depressionen. Mir war klar, dass ich den Alkohol nicht mehr kontrollieren und meinen Konsum nicht wieder runterfahren kann, aber die Vorstellung nie wieder zu trinken, hat mich abgeschreckt.
Mit deinem Programm wollte ich Verbindlichkeit schaffen und die Art, es kümmert sich jeden Tag jemand um mich und es begleitet mich jemand durch die erste schwere Zeit, hat mich sehr angesprochen. Und das Programm hat für mich genau das getan, was ich mir erhofft hatte. In den ersten 30 Tagen waren Deine Mails die wichtigsten Informationen für mich und daran habe ich lang gehangelt, alles andere war irgendwie unwichtig. Ich habe es durchgezogen. Das schönste Geschenk beim Nüchternsein ist mein ruhiger Geist. Meine schrecklich zermürbenden Gedanken sind zum Stillstand gekommen. Nachts schlafe ich so wunderbar und morgens wache ich erholt ohne Kopfschmerzen und ohne Kater auf. Yeah!!!


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