Wann macht es endlich “klick”?

Warum macht es bei den einen früher “klick” und bei den anderen später? Wann ist es so weit, dass Du Abstinenz als Freiheit begreifst und nicht als Verzicht? Was genau braucht es, um zu der Überzeugung zu gelangen, dass es ein Privileg ist, nicht mehr trinken zu müssen?

Das lässt sich ähnlich schwer beantworten wie die Frage, warum die einen früher in der Abhängigkeit landen als die anderen. Warum die einen sich bereits regelmäßig in die Bewusstlosigkeit trinken, obwohl sie noch nicht mal 20 sind, und die anderen mit über 70 feststellen, dass sie das Glas am Abend nicht mehr weglassen können. Und dass es seit ein paar Monaten auch nicht mehr nur ein Glas ist.

Der Weg hinaus aus der Sucht ist genauso individuell wie der Weg hinein. Was daran liegt, dass es nie den einen Faktor gibt, der über abhängig und unabhängig entscheidet. Auch Sucht ist nicht schwarz-weiß.

Dennoch hast Du natürlich Einfluss darauf. Du kannst bestimmen, wie Du durch diesen Graubereich manövrierst. Der Trick bei der Unabhängigkeit ist, das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Deinen Fokus wieder und wieder darauf zu richten. Wenn Du also diesen Punkt noch nicht erreicht hast, wenn die Sucht sich noch immer in Deinen Kopf schleicht, in Deine Wünsche und Träume, dann steuere gegen. Widme Dich immer wieder Gedanken, Themen und Inhalten, die Deinen Geist in die richtige Richtung lenken.

Denk aktiv daran, wie unbeschwert Du Dich fühlen würdest, wenn Du diese Bürde los wärst. Wie stark und selbstbestimmt Du stehen könntest, wenn Du die Kontrolle über Dein Leben hättest. Führ Dir immer wieder vor Augen, wie gut es Dir gehen würde, wenn Du frei von dem Zeug wärst. Und hör denen zu, die den Weg vor Dir gegangen sind. Bleib dran. Irgendwann macht es “klick”.

Heute empfehle ich Dir dafür meine aktuelle Podcastfolge. Darin erzählen vier meiner allerersten Programmteilnehmer*innen über ihren Weg aus der Sucht. Und weil ich mich so freue, dass Du diesen Blog liest, gebe ich Dir vorher noch einen der besten Tipps überhaupt. Frag Dich beim Hören immer wieder mal: Was kann ich daraus lernen? Mit dieser Haltung wirst Du noch mehr daraus ziehen können.

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