Was ist Dein größtes Aha-Erlebnis in der Nüchternheit? Diese Frage stelle ich meinen Interviewgästen gern, weil ich die Antworten immer wieder spannend finde. Sie zeigen, wieviel Du über Dich lernst, wenn Du mit dem Trinken aufhörst. Das können anfangs ganz unmittelbare Erfahrungen sein wie „wow, ich muss morgens gar nicht so zermatscht sein, ich hab plötzlich richtig Energie“. Oft tut sich aber auch langfristig noch so einiges.
Mein Programmteilnehmer Wolfi lebt jetzt seit über zwei Jahren nüchtern und hat seine Erkenntnisse in der OAMN Onlinegruppe aufgelistet. Ich darf hier einen Auszug mit Dir teilen:
Wolfi
- Ich traue mir viel mehr zu und bin stolzer und selbstbewusster.
- Mich zieht es in die Richtung, in die ich auch wirklich gehen will.
- Ich kann neue Wege finden, um zu entspannen, zu feiern und mich zu belohnen.
- Die tieferen, inneren Themen treten mehr zutage und ich kann neue Perspektiven und Verhaltensweisen ausprobieren.
- Ich brauche mir meine Meinung nicht von anderen schlechtreden zu lassen.
- Ich mache mich selbst nicht mehr fertig, wenn ich mal was in Sand setze.
- Ich darf um Hilfe fragen. Viele Menschen unterstützen und helfen wirklich gern!
- Ich verbringe kaum mehr Zeit mit Leuten, die mich runterziehen.
- Ich bin auch gern mal allein.
- Mit Nähe und Beziehungen tue ich mir gerade noch schwer, aber daran arbeite ich.
- Ich freu mich echt, Teil der OAMN Onlinegruppe zu sein – das Teilen, Lesen, Lernen, Beobachten, Vergleichen, Ausprobieren und Tipps holen hilft mir total.
- Ich hab Lust, neue Sachen zu tun – oder Dinge anders zu tun.
- Mir wird Monotonie schneller langweilig und ich sehne mich nach neuen, bedeutungsvolleren Dingen und ein bisschen Abenteuer.
- Nüchtern zu sein gibt mir mehr Freiheit. Das habe ich früher nicht so gesehen, und es jetzt umgekehrt erlebt.
Vielleicht war ja etwas dabei, was das Gefühl vermittelt, auf dem richtigen Weg zu sein. Manchmal ist er unbequem, weil ich es als unangenehm empfinde, mich rechtfertigen zu müssen. Aber ich glaube, es ist ein guter, gesunder und echter Weg.
Ich wünsche euch allen von tiefstem Herzen ein gesundes, zufriedenes und freies Leben. Eins nach unseren eigenen Vorstellungen, in dem wir die Hürden, die zwangsläufig kommen, überwinden. Ein Leben, in dem wir selbst entscheiden, wie wir uns fühlen und in dem wir deutlich spüren, wenn wir Sinn gefunden haben. Ich wünsche uns allen Beziehungen, die uns gut tun und die Stärke, etwas anderes nicht zu tolerieren.
Bleibt sauber und seid gut zu euch, ich versuche es auch. 😊🧡
Wenn Du auch Teil der OAMN Onlinegruppe werden möchtest: Das kannst Du über meine Programme, alle Infos dazu findest Du hier.
In meinem aktuellen YouTube-Video aus der Reihe "Gesichter hinter der Sucht" erzählt Andrea, wie sie es trotz schwierigem Umfeld geschafft hat, nüchtern zu werden. Sie führte eine Beziehung zu einem Weinhändler, der den Gedanken an eine abstinente Freundin nicht ertragen konnte. Zum Video geht’s hier entlang.