Mein Programmteilnehmer Philipp hat während seiner ersten 30 nüchternen Tage jede Woche eine Mail an mein Team geschrieben – mit seinen Fortschritten und Rückschritten, seinen Gedanken und Erkenntnissen. Daraus ist eine Newsletterserie entstanden, die heute startet.
Begonnen hat Philipps Weg am 13.10.2025 mit dieser Mail:
Philipp
Mein "typischer" Tag und Abend zu Alkoholzeiten sah meist gleich aus: Am Morgen oft Kopfschmerzen oder Benommenheit. Ich sagte mir, dass ich's heute Abend ja mit Sicherheit sein lassen will. Je näher die 17-Uhr-Marke rückte, desto öfter kreisten meine Gedanken wieder rund um den Alkohol, um die Sehnsucht nach Entspannung und Flucht aus dem Alltag. Der Vorsatz, den ich am frühen Morgen noch felsenfest hatte, erledigte sich irgendwann – und los ging‘s wieder. Rein ins Auto, Dosenmischungen oder Bier geholt, wieder nach Hause und der Abend war "gerettet"...
Meistens fand der einfach nur vorm Laptop oder dem Fernseher statt – ziemlich einsam mit Filmen und Serien. Ich glaube, ich habe während der letzten Jahre alles durchgeschaut, was es so gibt. Dann eben YouTube oder die gleichen Filme nochmal, völlig egal. Ich habe Freunde, Familie und Hobbys vollkommen vernachlässigt, nicht mal das hat mich zum Aufhören gebracht. Es war alles noch ertragbar und ich habe funktioniert, obwohl ich mich schon lange nicht mehr im Spiegel anschauen konnte.
Aber irgendwann ist der Kanal voll. Nach verpassten fünf Jahren in meinen Zwanzigern, die abends praktisch nur aus einsamem Trinken bestanden, kann ich das einfach nicht mehr.
Das MUSS jetzt aufhören.
Also dann: Ich bin super aufgeregt und so gespannt auf alles, was da noch kommt. Ich bin so froh, endlich nach all den Jahren, jedem gesehenen YouTube-Video und jedem gehörten Podcast von Dir und den wunderbaren Teilnehmenden meinen eigenen Weg mit diesem Programm zu gehen.
Auf ein alkoholfreies Leben. Ich sehne mich danach.
Eine Woche später schrieb Philipp uns:
Die erste Woche war ein einziges Auf und Ab. Ich glaube, so kann man das ganz gut zusammenfassen. Geplagt von heftigen und auch weniger heftigen Cravings – gerade in meinen Triggersituationen allein zuhause. Die Informationen und Übungen zu Tag 4 haben mir im Programm dazu sehr geholfen und die Aha-Effekte haben mich sehr beeindruckt.
Der Schlaf ist leider nach wie vor nicht erholsam, aber ich wusste schon, dass es dazu kommen könnte. Trotz kühler Temperaturen und offenem Fenster schwitze ich nachts wesentlich mehr als sonst. Ich hoffe, das legt sich bald.
Die ersten Tage im Programm haben mir bisher aber schon mehr geholfen als alle anderen eigenen Versuche in den letzten zwei Jahren, auch wenn’s mir alles andere als leicht fällt.
Die kleinen Tagesaufgaben sind für die Selbstreflexion ein echter Segen! Jeder hat seine eigenen Gründe aufzuhören, aber im Grunde vereint uns dennoch das gleiche Ziel: weg von dem Zeug und rein ins Leben – ins entspannte und wirklich glückliche Leben. Und ich finde die Tagebucheinträge und Aufgaben dazu unglaublich hilfreich.
Viel mehr Energie habe ich über die Tage hinweg noch nicht. Ich bin mir aber sicher, das wird kommen. Und obwohl der Schlaf nicht sonderlich erholsam ist: Die letzten sieben Morgen waren trotzdem der Hit! Vor allem am Wochenende ohne Kater und Kopfweh aufzuwachen. Schon allein dafür hat sich diese Reise gelohnt.
Tag 6 steht ja unter dem Motto "Meine Abstinenz hat oberste Priorität". Und das beizubehalten ist das größte Ziel.
Nächste Woche geht’s weiter. Ich hoffe, Du hast Spaß an diesem Format, vielleicht erkennst Du auch Parallelen zu Deinen eigenen Erfahrungen.
Solltest Du Lust auf mein Programm bekommen haben, hier findest Du alle Infos dazu.