Laut Jahrbuch Sucht 2024 leiden hierzulande über drei Millionen Menschen unter einer Alkoholabhängigkeit, bei rund 9 Millionen Menschen zwischen 18 und 64 liegt ein „problematischer Konsum“ vor. Gleichzeitig erreicht unser Suchthilfesystem nur einen Bruchteil der Betroffenen. Nur etwa 13 Prozent der alkoholabhängigen Menschen finden hierzulande in eine suchtspezifische Behandlung. In der Wissenschaft ist dieses Problem seit Jahrzehnten Thema, bei guten Hausärztinnen und Hausärzten ebenfalls.
Einer davon, mittlerweile im Ruhestand, hat meinem Team und mir vor einigen Wochen eine Mail geschrieben, über die wir uns riesig gefreut haben. Über seine Großzügigkeit, aber auch über seine wertschätzenden Worte. Ich darf Dr. Schmitz‘ Text mit Dir teilen:
Ich finde Eure Arbeit so wertvoll, weil sie genau die strukturelle Versorgungslücke füllt, die in der Medizin zwischen ambulanter ärztlicher Versorgung (Zeitmangel, Kompetenzmangel, Kapazitätsmangel, Bürokratie) einerseits und stationärer Versorgung (Beschränkung auf die schwersten Fälle, Kapazitätsmangel, Bürokratie) andererseits besteht.
Es braucht ein niederschwelliges, unbürokratisches Angebot. Und voilà: OAMN ist genau das. Als langjährig tätiger Hausarzt habe ich diese Lücke immer schmerzlich gefühlt, hatte aber keine Lösung, da es damals OAMN noch nicht gab.
Heute, im Ruhestand, möchte ich etwas tun und biete eine Spende für drei Kurse „Die ersten 30 Tage“. Die Schäden durch Alkohol, die ich viele Jahre tagein, tagaus gesehen habe, waren ASTRONOMISCH hoch. Gefühlt jeder zweite Arztbesuch war eine direkte oder indirekte Folge dieser Droge.
Bitte schickt mir eine Kontoverbindung, damit ich etwas Gutes tun kann.
In diesem Zusammenhang möchte ich mich von ganzen Herzen bei den großzügigen und hilfsbereiten Menschen bedanken, die dieses Jahr Programme verschenkt haben. Dankeschön. ❤ Sowohl an unsere anonymen Spenderinnen und Spender als auch an Felix, Yvonne, Kilian, Stefanie und Dr. Schmitz.
Wie viel Positives das bewirkt, erfahren wir aus Dankesschreiben wie diesem, das ich auch mit Dir teilen darf:
Janin
Heute möchte ich die Gelegenheit nutzen und mich aus tiefsten Herzen bedanken. Einmal bei Euch allen rund um Nathalie Stüben für das unermüdliche Arbeiten für eine klare Welt.
Andererseits bei meinem stillen Unterstützer, der mir das Stabilisierungs-Programm ermöglicht hat. Meine Tage sind wieder ein Erleben und kein Dahindämmern. Meine Sinne sind wieder klar – das ist unbezahlbar, wenn dieser graue Schleier über allem verschwunden ist. Geschmackssinn, Farbenpracht, Geruchssinn.
Klar hat es nicht „plopp“ gemacht und meine gesundheitlichen Einschränkungen sind verschwunden. Aber ich spüre die Verbesserungen und bin mir sicher, dass der Heilungsprozess weitergeht mit jedem Tag ohne Alkohol. Als mein Sohn mich besucht hat und aus dem Zug stieg, sagte er: „Mama, du siehst gut aus, viel gesünder.“ Er macht sonst keine Komplimente.
Lieber Felix, Du hast uns sehr geholfen. Ich wünsche Dir, dass Deine guten Wünsche alle in Erfüllung gehen.
Danke, danke, danke.
Solltest Du auch jemandem ermöglichen wollen, ein Programm zu machen, der oder die es sich aktuell nicht leisten kann, schreib uns gern. Mein Team und ich leiten das dann in die Wege.