09.12.2024

Katharina: „Scherben bringen Glück“

Wenn Du auch schon mal dem Irrglauben aufgesessen bist, dass Alkohol förderlich für die Kreativität sei und Du fürchtest, nüchtern keine guten Ideen mehr zu haben, dann kann ich Dich beruhigen. Es gibt mittlerweile viele Künstler, Musikerinnen, Autoren, Schauspielerinnen und Filmemacher, die sich öffentlich zu ihrer Nüchternheit bekennen – und das ganz oft mit dem Zusatz: Das, was ich ohne Alkohol erreicht habe, hätte ich mit niemals geschafft. Ich war viel zu kaputt, traurig, energielos, leer.

Auch unter meinen Programmteilnehmerinnen und Programmteilnehmern gibt es wahnsinnig viele kreative Köpfe. Und ich komme immer wieder ins Staunen, wenn ich lese, höre und sehe, was sie in und aus ihrer Nüchternheit erschaffen. Diesen Text von Katharina – die Du vielleicht aus unserer OAMN Onlinegruppe oder von meinem YouTube-Kanal kennst – darf ich heute mit Dir teilen:


Katharina

#scherbenbringenglück

Mein Leben war ein Scherbenhaufen.

Ich war ein Scherbenhaufen.

Bis vor zwei Jahren.

Innerlich zerbrochen.

Völlig kaputt.

Ohne Hoffnung auf Besserung.

Eher im Gegenteil.

Bis ich OAMN fand.

In der dunkelsten Zeit.

Und diese Anleitung bekam.

Von Nathalie.

Um die Scherben aufzusammeln.

Und wieder zusammenzufügen.

Nicht zu dem ursprünglichen Zustand.

Der war zu zerbrechlich.

Sondern zu etwas Neuem.

Etwas Anderem.

Und Besseren.

Mit dem Klebstoff, der mir gefehlt hatte.

Die Nüchternheit.

Dessen Wirkung mir nicht bewusst war.

Ich mit der Zeit aber begriff.

Dass es damit was werden könnte.

Hoffnung keimte auf.

Je mehr sich dieses neue Etwas entwickelte.

Stück für Stück baute ich zusammen.

Justierte hier und da nach.

Bis es für mich stimmig war.

Der Klebstoff schien von dauerhafter Festigkeit.

Es kam Vertrauen.

In die Haltbarkeit.

Dieses neuen Ichs.

Und die Schönheit, die entstehen könnte.

Und sollte.

Wie ein Schmetterling.

Zumindest gefühlt.

Aus den Scherben.

Also nicht in Perfektion.

Oder Makellos.

Sondern das Bestmögliche.

Aus dem was da war.

Mit Ecken und Kanten.

Auf wundersame Weise zusammengehalten.

Von der Nüchternheit.

Mit dem Wissen achtsam zu bleiben.

Trotz Höhenflügen.

Oder Tiefschlägen.

Damit nicht wieder alles auseinander fällt.

Denn eine Sache könnte dieses Werk zerstören.

Nur eine.

Den Klebstoff lösen.

Der alles zusammenhält.

Verbindet und schützt.

Alkohol.

Daher weiter 0,00%.

Kein aus Versehen.

Keine Ausnahme.

Kein Tropfen.

Seit 2 Jahren.

Und für immer.

Weil ich es liebe.

Dieses neue Leben.

Das ich erschaffen hab.

Mit der besten Unterstützung.

Und in tiefer Dankbarkeit.

Vor allem für euch.

Und mit ganz viel Nüchternheit.

Um in Freiheit zu fliegen.

Statt als Scherbenhaufen langsam zu verschwinden.

🦋🧡 D A N K E 🧡🦋


Wenn Du gern Offline-Events besuchst und Dich vielleicht auch schon auf mein neues Buch „Frauen und Alkohol“ freust: So langsam stehen die ersten Termine für öffentliche Lesungen in meinem Kalender 2025. Hier sind schon mal alle Informationen zu einer der ersten Veranstaltungen nächstes Jahr:

Samstag, 08.02.2025 | 16.00 – 18.00 Uhr
Lesung „Frauen und Alkohol“ mit Nathalie Stüben

Ort: Kirche ohne Turm
Adresse: Freizeiteinrichtung, Landjägerstieg 30, 22117 Hamburg

Auf der Webseite findest Du weitere Infos zu Anfahrt und Parkmöglichkeiten. Die Lesung wird im Obergeschoss stattfinden, im Foyer bereitet die Hamburger OAMN Gruppe Snacks vor.

Der Eintritt ist kostenlos. Wenn Du kommen möchtest, bitte gib Anke aus der Hamburger OAMN Gruppe vorher per Mail Bescheid, damit sie Dich gut einplanen kann.

Ich würde mich riesig freuen, Dich dort zu sehen.


OAMN Newsletter

Du möchtest diese Texte schon freitags in Deine Mailbox geschickt bekommen? Dann meld Dich gern für den OAMN Newsletter an.

Was Dich auch interessieren könnte: